Containertransport über den Pazifik: Trends im Spannungsfeld von Kapazität und Nachfrage
Wichtige Einblicke in aktuelle Frachtraten
- Die Zukunft der Import-Export-Zölle zwischen China und den USA bleibt ungewiss, selbst mit vorläufigen Abkommen im Handel mit Seltenen Erden.
- Obwohl eine anfängliche Senkung der Zölle zu einem Anstieg des Containeraufkommens führte, sind die Versandkosten erheblich gesunken und liegen unter dem Niveau des Vorjahres.
- Der Rückgang der Versandkosten, insbesondere auf den Transpazifik-Routen, ist auf eine erhöhte Schiffsverfügbarkeit und eine geringere Nachfrage nach Frachtverkehr zurückzuführen.
- Marktanalysten erwarten weitere Anpassungen der Frachtraten, abhängig von zukünftigen Zollrichtlinien der US-Behörden.
Die bevorstehende Frist am 9. Juli bezüglich der Aussetzung von Zöllen zwischen China und den USA wirft einen Schatten auf die Aussichten für den trans-pazifischen Handel. Die Situation entwickelt sich weiter, und Verlader sowie Logistikmanager beobachten die Entwicklungen aufmerksam.
Trotz der Unklarheiten bezüglich der Zölle hat die US-Regierung eine Einigung mit China erzielt, die es China ermöglichen wird, den Handel mit Seltenen Erden wieder aufzunehmen. Im Gegenzug könnten bestimmte US-Gegenmaßnahmen aufgehoben werden. Es ist beabsichtigt, die Gespräche mit den wichtigsten Handelspartnern nach den Ferien im Juli abzuschließen und potenzielle Zölle auf weitere Länder kurz darauf einzuführen.
Eine Senkung der Importzölle aus China am 12. Mai löste einen Anstieg des Containerverkehrs zwischen beiden Ländern aus, doch dieser Schwung scheint nachzulassen. Schifffahrtsanalysten haben festgestellt, dass die Reedereien, die von einer anhaltenden Nachfrage ausgehen, ihre Flottenkapazitäten auf der Transpazifik-Route, insbesondere in Richtung der US-Westküste, erweitert haben. Leider entspricht dieser Kapazitätsanstieg nicht der Nachfrage, was zu einem Ungleichgewicht führt.
Daten von SONAR zeigen, dass die Zahl der von chinesischen Häfen zu Zielen an der Westküste abgehenden beladenen Container Rekordhöhen erreicht. Dennoch hat ein anhaltender Rückgang der Nachfrage zu einem starken Rückgang der Frachtraten geführt. Bemerkenswert ist, dass die Raten für Container von Asien nach Nordamerika zwischen Ende Mai und Mitte Juni um erstaunliche 115 % gestiegen sind und über 6.000 US-Dollar pro Einheit (FEU) erreichten. Die Frachtkosten sind jedoch in der vergangenen Woche auf 3.388 US-Dollar pro FEU gefallen, was einem Rückgang von 43 % gegenüber den Junihöchstständen entspricht, aber immer noch 22 % höher ist als die Raten Ende Mai.
Die Versandraten an die Ostküste zeigten einen ähnlichen Trend und stiegen im gleichen Zeitraum um 80 %, bevor sie bis Ende des Monats um 15 % fielen. Diese erheblichen Schwankungen der Raten kurz vor der Hauptversandsaison geben Reedereien Anlass zur Sorge über Kapazitätsanpassungen.
Globale Versandraten: Was steht bevor?
Laut Judah Levine, Head of Research bei Freightos, lagen die Spitzenwerte im Juni, obwohl die früheren Zollbelastungen die Raten plötzlich in die Höhe trieben, immer noch mindestens 1.000 US-Dollar pro FEU niedriger als im Vorjahr. Dieser Trend könnte auf ein allgemeines Kapazitätswachstum im Containerschifffahrtsmarkt hindeuten.
Die Routen Asien-Europa und Mittelmeer verzeichneten im Juni einen monatlichen Anstieg der Raten um 25 % auf 2.969 US-Dollar bzw. 4.222 US-Dollar. Beide Routen verzeichneten jedoch bis Ende Juni eine Abkühlung der Raten, was darauf hindeutet, dass die Marktbedingungen möglicherweise nicht mit den erwarteten Ratensteigerungen der Reedereien im Juli übereinstimmen. Dennoch könnten erhebliche geplante Reduzierungen der Schiffsraumkapazitäten – ungewöhnlich in Spitzenzeiten – immer noch zu höheren Raten führen. Trotz dieser Prognosen sind die aktuellen Marktpreise auf diesen Routen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken, was ein klares Indiz dafür ist, dass erhöhte Kapazitätsdruck die Kosten niedrig hält.
Einige Marktquellen deuten darauf hin, dass die Versandkosten von China noch weiter gesunken sind. Laut dem Schifffahrtsberater Jon Monroe sind die Spotraten kürzlich auf eine Spanne von 2.000 bis 2.500 US-Dollar gefallen und haben sich zwei Wochen lang um 2.500 US-Dollar stabilisiert. Es scheint ausreichend Schiffsraum von den wichtigsten chinesischen Häfen aus zu geben, und die Reedereien haben noch keine strengen Kapazitätskontrollen ausgeübt, um den Markt zu verknappen.
Monroe stellte fest, dass neuere Akteure im trans-pazifischen Schifffahrtssektor Raten von etwa oder knapp unter 2.000 US-Dollar an die Westküste anbieten. Darüber hinaus hat sich die Diskrepanz zwischen den Versandkosten zu Ost- und Westküstenhäfen wieder auf etwa 1.000 US-Dollar normalisiert, was viele Akteure der Branche dazu veranlasst, abzuwarten und die anstehenden Zollentscheidungen der US-Beamten abzuwarten.
Fazit
Insgesamt scheinen sich die Handelswinde für China günstig zu drehen, doch die Realität ist, dass die Containerraten nicht die gleiche Aufwärtsentwicklung erfahren. Selbst bei positiven Entwicklungen gibt es eine unbestreitbare Diskrepanz, die die Logistikkosten beeinträchtigt. Alle aufschlussreichen Analysen und ehrlichen Rückmeldungen der Branche können die Weisheit aus erster Hand nicht wirklich ersetzen.
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